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Projekt zur Unterstützung von Aktivitäten für ethische und sozi­ale Lösungen

 

 

 

NEWS

CSR Info 47/2015/ Globale Rahmenvereinbarungen.



Globale Rahmenvereinbarungen: Werkzeuge für die Umsetzung von Guter Arbeit – weltweit

Droht eine "CO2-Blase" zu platzen?



CSR Info 45/2015: Stromverbrauch in Deutschland 2014 gesunken

Veröffentlichungen auch als E-Book


Zwei Broschüren im EPUB Format

Betrieblicher Umweltschutz

Der Schutz der Umwelt ist eine wichtige Zukunftsaufgabe – sowohl für betriebliche Interessenvertretungen wie auch für die Politik der Gewerkschaften.

Es liegt im sozialen wie im ökologischen Interesse von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, wenn sich die Gewerkschaften für eine sozialökolögische Reformstrategie entscheiden. Vollbeschäftigung und soziale Sicherheit, Qualität des Lebens und nachhaltige Entwicklung sind nur mit mit einer nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft zu erreichen.

Der Umweltschutz spielt auch in den Betrieben und Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Betrieblicher Umweltschutz ist immer zunächst auch Arbeitsschutz und deshalb bei der großen Mehrheit der Arbeitnehmer in den Blickpunkt geraten. Nationale Arbeitsschutzverordnungen wie z. B. die Gefahrstoffverordnung mit hoher Umweltrelevanz, aber auch die europäische Umwelt-Audit-Verordnung verdeutlichen, wie wichtig die Einbindung der Arbeitnehmer und die Einbeziehung ihrer Verantwortung und ihres Wissens für den Umweltschutz im Betrieb sind.
Die besondere Funktion des Betriebsrats ist in einzelnen umweltschutzbezogenen Vorschriften bereits seit längerem anerkannt. So ist der Betriebsrat z. B. bei der Bestellung von Emissionsschutzbeauftragten zu beteiligen.

Auch wenn der Umweltschutz vordergründig sehr eng und unmittelbar mit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu tun hat, reicht die Bedeutung für die Interessenvertretung weit über diese Aspekte hinaus. Nicht nur die Sicherheit am Arbeitsplatz, sondern die Sicherheit des Arbeitsplatzes kann entscheidend von Umweltschutzaspekten beeinflusst werden. Dies gilt sowohl für die Umweltverträglichkeit der Produkte, als auch für die Umweltverträglichkeit der Produktionsverfahren.
Bei den Verbrauchern können umweltbelastende Produkte erheblichen Einfluss auf die Marktchancen und damit die Absatz- und Umsatzentwicklung ausüben. Spektakuläre Umweltskandale können sogar kurzfristig die Existenz ganzer Firmen und Betriebe in Frage stellen. In Hinblick auf die Produktionsverfahren und die damit möglichen Immissionen auf Anwohner etc. gilt dies oft in gleicher Weise. Wer den Dreck nur aus der Halle bläst um damit Arbeitssicherheitsgesichtspunkten genüge zu leisten und glaubt damit sei das Problem gelöst, springt hier offensichtlich zu kurz.

Chronologie Nachhaltigkeit und Gewerkschaften

2011 Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität
2008 Ökologische Industriepolitik – Stellungnahme der IG Metall zum Diskussionspapier des BMU
2006 Ver.di: Nachhaltigkeitsprinzipien im neuen Grundsatzprogramm
2006 IG Metall / BMU: 10-Punkte-Papier: Ressourceneffizienz und Innovation für Umwelt und Arbeitsplätze
2002 IG BAU / IG BCE: Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie
2002 IG Metall: Offensive 2010–Chancen für eine bessere Zukunft
2002 Beteiligung am Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Südafrika
2001 Umweltschutz im Betriebsverfassungsgesetz verankert
2001 Mitarbeit des DGB im Rat für Nachhaltigkeit der Bundesregierung
2000 HBS-Projekt: Wege in eine Nachhaltige Zukunft (Arbeit & Ökologie)
1999 IG BAU / Greenpeace: Projekt umweltfreundliche Sanierung von Altbauten
1999 DGB / DNR: Tagung Bündnis für Arbeit und Umwelt in Berlin
1997 DBG: Nachhaltigkeit durch sozial-ökologische Reformstrategie – Bericht über Aktivitäten des DGB für eine Nachhaltige Entwicklung in Deutschland
1996 Nachhaltigkeitsleitbild im DGB Grundsatzprogramm
1996 IG CPK: Diskurspapier: „Zukunftsfähiges Deutschland“
1996 Beteiligung des DGB Nord-Süd Netzes an der Clean Clothes Kampagne
1994 DGB-Positionspapier zu Öko-Audits und Leitfaden für Betriebsräte
1993 IG BAU: Mitbegründer des Forest Stewardship Council
1992 Deutscher Umwelttag mit starker gewerkschaftlicher Beteiligung
1992 Beteiligung an der Weltumweltkonferenz in Rio de Janeiro
1991ff. Ökologische Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen
1990 Gründung der Stiftung „Arbeit und Umwelt“
1989ff. IG Metall: Kampagnen „Tatort Betrieb“
1985 IG BSE: Bauen und Umwelt
1985 DGB Programm: Umweltschutz und qualitatives Wachstum
1981ff. Arbeitskreise „Alternative Produktion“ in der IG Metall
1981 Umweltschutz im DGB-Grundsatzprogramm
1974 Umweltprogramm des DGB
1972 Leitsätze des DGB zum Umweltschutz