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Elektromobilkongress

Elektromobilität wird die Technologie des Verbrennungsmotors allmählich ergänzen.

Bevor Elektromobilität zur Massenmobilität wird, sind viele technischen Entwicklungen, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen notwendig sind, um das Ziel der Bundesregierung von 1 Mio. Elektrofahrzeuge bis 2020 auf unsere Straßen zu bringen, Realität werden zu lassen.

Die Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE ist seit 2009 Partner des Deutschen Elektromobil-Kongresses. Jedes Jahr bietet der Kongress viele Möglichkeiten, den fachlichen Austausch zu fördern und auf einer Teststrecke über ein Dutzend Elektrofahrzeuge im Stadtverkehr auszuprobieren.

Derzeit fahren etwa 5.000 Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen. Um das Ziel der Nationalen Plattformstrategie der Bundesregierung für 2011 zu erreichen, müssten bis zum Jahresende als erstes Etappenziel weitere 10.000 Elektrofahrzeuge hinzukommen. Schon hieran wird deutlich, dass die Zahlen der Bundesregierung bis 2020 erheblich verfehlt werden und die 1 Mio. E-Fahrzeuge nur unter Hinzunahme von E-Rollern und E-Scootern erreicht werden können. Zwischenziele wären zur Zielerreichung sicher sinnvoll.

Die Elektromobilität ist dennoch nicht mehraufzuhalten und die Zukunft des Automobils ist neben dem Verbrennungsmotor auf fossiler Kraftstoffbasis (Benzin, Diesel, Erdgas) elektrisch. Mittlerweile gibt es über 500 Modelle am Markt von etwa 60 Anbietern. In Kombination mit Strom aus erneuerbaren Energien werden Elektrofahrzeuge sich einen festen Bestandteil im Straßenverkehr in den Metropolen und Städten erobern. Gerade von ersten Stadtwagen wie Mia, Mitsubishi i-MiEV, Limousinen wie Opel Ampera oder Sportwagen wie der BMW i3 werden mit ihren Marketingkampagnen für einen ersten Absatz sorgen.

Der Elektromobilkongress bietet anders als rein technisch orientierte Kongresse eine Plattform, wo sich unterschiedliche Akteure von Verbänden der Erneuerbaren bis zu großen Industrieverbänden und Automobilherstellern zum fachlichen Austausch treffen.

Hierüber lieferte der Kongress rasch grundlegende Erkenntnisse, wie z. B. dass der Strom für Elektromobilität aus Erneuerbaren Energien stammen muss, um klimaschschonender zu sein, dass 1 Mio. Elektrofahrzeuge keinen zusätzlichen Kraftwerksbedarf benötigen oder dass mit Ladestationen im Wert von 5.000 Euro aufwärts (ohne Installationskosten) kein Geld zu verdienen ist und Ladestationen eigentlich nur in Kombination mit kabelfreien, induktiven Verfahren sinnvoll sind.

Betriebswirtschaftlich lohnen sich E-Autos aufgrund der hohen Batteriekosten noch nicht, was sich ändern könnte, wenn mit Markteintritt großer deutscher Hersteller in eigen Jahren eine staatliche Förderung verbunden würde. Mit dem weiteren Ausbau der Elektromobilität werden Fragen zur Rohstoffversorgung und nachhaltigen Produktionskette sowie Lebenszyklusanalysen sicher an Bedeutung zunehmen.

Vor diesem Spannungsfeld des innovativen Feldes hat die Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE als Partner des Kongresses neben Referentenvorschlägen auch selbst Fachbeiträge geleistet.

So zum Beschäftigungspotential und zu Chancen und Risiken bestimmter Branchen sowie zur Situation der erforderlichen Aus- und Weiterbildung für Elektromobilität.