Industriearbeit 4.0

Industrie 4.0 kann günstig auf die ökonomische Entwicklung wirken. Für die Beschäftigten bedeutet Digitalisierung vor allem, dass sich Tätigkeitsprofile ändern und neue entstehen. Damit auch die Beschäftigten von der Digitalisierung profitieren können, braucht es eine intensivierte und qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung. Im internationalen Kontext liegt nach wie vor eine spezifische Stärke Deutschlands im Berufsbildenden System mit seiner Verzahnung von Theorie und Praxis.

Die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen der Arbeitswelt bergen aber auch Risiken. Neuartige Technologien unter Verwendung von Big Data und Künstlicher Intelligenz können sowohl für mehr Transparenz und Effizienz auf den Arbeitsmarkt sorgen, als auch für Überwachung und zunehmende Entgrenzung der Arbeit.

Mehr Agilität für die Unternehmen heißt nicht immer mehr Souveränität für die Beschäftigten. Gute Arbeit und die Sicherung von Fachkräftepotentialen sind deswegen auch von einer verstärkten Flexibilisierung aus Arbeitnehmerperspektive abhängig, zum Beispiel im Sinne von mehr Souveränität beim Zeitmanagement und Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten.
Technische Systeme können außerdem Menschen in der Lage versetzen, ihre Tätigkeiten im Alter länger auszuüben. Richtig gestaltet könnte die Digitalisierung daher sowohl dazu beitragen, die Arbeitswelt besser an Menschen in verschiedenen Situationen anzupassen, als auch dabei helfen, dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.