Der Begriff Industrie 4.0 bezeichnet einen Prozess, bei dem die Produktion zunehmend mit modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien verzahnt wird. „Intelligente Produktion“ bietet die Grundlage für neue, flexiblere und effizientere Produktions- und Logistikprozesse, woraus auch „intelligente Wertschöpfungsketten“ entstehen können. Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung beeinflusst beinahe jeden Schritt der Wertschöpfungskette: Forschung und Entwicklung, Rohstoffeinsatz, Fertigung, Nutzung, Wartung und Recycling.

Die Entwicklung zur Industrie 4.0 bringt aber nicht nur Vorteile im Sinne von Flexibilität/Agilität mit sich. ArbeitnehmerInnen erleben die Veränderungen häufig als erhöhte Arbeitsbelastung sowohl physisch als auch psychisch; die Möglichkeit zur Kontrolle und Überwachung sowohl einzelner Beschäftigter als auch Arbeitsschritte nimmt zu; die datenschutzrechtliche Lage ist größtenteils noch ungeklärt; und die Voraussetzungen für die betriebliche Mitbestimmung verändern sich schnell. Dazu steigen die allgemeinen Qualifikationsanforderungen, Arbeitsplätze und Tätigkeitsstrukturen verändern sich immer schneller und wir erleben eine steigende Angst vor technologischer Arbeitslosigkeit, bzw. Sorgen um Beschäftigungsverluste in der Folge einer schneller werdenden Digitalisierung.

Ob die Beschäftigten auf die möglicherweise disruptiven Transformationen ausreichend vorbereitet sind, ob die Bildungs- und Ausbildungssysteme dafür geeignet sind und wie eine wachsende Polarisierung der Arbeitswelt zu vermeiden ist, sind noch offene Fragen.

Industriearbeit 4.0

Die Digitalisierung ermöglicht effizientere und flexiblere Produktions­prozesse. Die Globalisierung und der demo­graphische Wandel tragen zu disruptiven Veränderungen der Arbeitswelt bei. Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf Beschäftigung, Qualifikation, Mitbestimmung und Arbeitsqualität?


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Wertewandel

Bildungsexpansion, Wertewandel und der verstärkte Wunsch nach einer besseren Balance zwischen Arbeitsleben und Privatleben tragen zu neuen Beschäftigungs­wünschen bei. Wie können mehr Souveränität für den Beschäftigten mit den Flexibilitäts­ansprüchen der Arbeitsgeber vereinbart werden?


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CSR

Mit der Verabschiedung der globalen Nach­haltig­keits­ziele 2015 wurde die Verantwortung der nachhaltigen Entwicklung für Politik, Zivil­gesellschaft, Unternehmen und Verbraucher konkretisiert. Produkt­­palette, Produktions­­prozesse und Liefer­­ketten müssen nachhaltiger gestaltet werden.


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Soziale Globalisierung

Der Begriff „Globalisierung“ ist zunehmend in Verruf geraten. Doch die weltweite Vernetzung von Menschen und Produktions­­­prozessen führt zu erhöhtem Wohlstand und zum wachsenden Bewusst­­sein über sozialen und politischen Verhält­nissen international.“


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