Zukunft der Industrie

Der öffentliche Diskurs um die Digitalisierung der Wirtschaft wird von Beiträgen über autonom fahrende Autos, Plattformen wie Amazon oder Spotify und intelligenten Robotern bestimmt. Mit der Art und Weise wie die Digitalisierung die Produktionsarbeit in den Branchen der IG BCE verändert, haben diese prägnanten Merkmale der digitalen Transformation allerdings nur bedingt zu tun.

Obwohl die Prozessindustrie nicht im Fokus der öffentlichen Diskussion steht, lässt sich feststellen – die Digitalisierung hat die Unternehmen in den Branchen der IG BCE erreicht. Neue Produktionsanlagen sowie smarte Möglichkeiten der Vernetzung und Datenauswertung kommen zum Einsatz. Dabei sind von Branche zu Branche erhebliche Unterschiede zu beobachten. In der kapital- und forschungsintensiven Chemie- und Pharmaindustrie ist die Digitalisierung vergleichsweise weit fortgeschritten. Viele Unternehmen haben neue Strukturen geschaffen und Ressourcen bereitgestellt, um die Digitalisierung voranzutreiben.

Aus gewerkschaftlicher Perspektive ist diese Entwicklung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und ambivalent. Einerseits sind digitalisierungsbezogene Investitionen an den deutschen Standorten grundsätzlich zu begrüßen, um die Zukunftsfähigkeit der Produktion sicherzustellen. Andererseits ist unklar, in wie weit solche Investitionen zu Rationalisierungseffekten führen und Arbeitsplätze kosten oder stark verändern. Auch wenn die menschenleere Fabrik bislang kein realistisches Szenario darstellt, wird die Diskussion um Beschäftigungsverluste an vielen Stellen geführt.

Die Stiftung setzt im Themenbereich Zukunft der Industrie folgende Schwerpunkte:

Potentiale und Einsatz digitaler Technik

 
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