Zu viel versprochen? Transformation in der Demokratie

Veranstaltungsort
Hinweis
Kontakt
stiftung-kommunikation@igbce.de
Online-Fachgespräch am 21. April 2026 von 12.00 bis 13.00 Uhr
Der Wandel der Industrien in Deutschland und Europa hin zur Treibhausgasneutralität wird im politischen Raum wie auch im gewerkschaftlichen Diskurs als „Transformation“ bezeichnet. Dieser für die Eindämmung der Klimakrise unabdingbare Wandelprozess gründet auf politischen sowie völkerrechtlich bindenden Beschlüssen wie dem Pariser Klimaabkommen. Damit ist die Transformation nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch wirksam geworden: Sie ist eine notwendige Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung und den Fortbestand unserer Industriegesellschaft.
Objektiv ist das richtig. Subjektiv jedoch empfinden sehr viele Menschen diesen Prozess als eine so große Zumutung, dass immer mehr Beschäftigte in den betroffenen Industrien wie auch Wähler:innen der Transformation ihre Zustimmung entziehen. Was wir derzeit erleben, ist damit auch die Infragestellung demokratischer Legitimation staatlichen Handelns.
Diskutieren Sie mit uns:
Woher kommt dieser Widerstand? Handelt es sich tatsächlich vor allem um ein kommunikatives Problem? Ist dieser grundlegende Wandel nur falsch erzählt worden? Oder handelt es sich nicht doch um politische Entscheidungen, die sich ökonomisch fatal auswirken und zu Arbeitsplatzverlusten, Standortschließungen und in der Konsequenz zu einer Entindustrialisierung führen?
In diesem INDUSTRIEECHO wollen wir darüber sprechen, welche Möglichkeiten eine Transformation in einer parlamentarischen Demokratie hat und welche Rolle Gewerkschaften dabei wahrnehmen können.
Jetzt anmelden und dabei sein.
Anmeldeschluss ist Donnerstag, 16. April 2026.
Programm
- 12:00 Uhr Begrüßung
- Verena Frank, Bereichsleiterin Kommunikation und Transfer, Stiftung Arbeit und Umwelt der IGBCE
- 12:05 Uhr Systemkrise. Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus
- Prof. Dr. Philipp Staab, Professor Soziologie und Arbeit, Wirtschaft und technologischen Wandel, Humboldt-Universität Berlin
- 12:25 Uhr Diskussion
- Andrea Arcais, Geschäftsführer der Stiftung Arbeit und Umwelt der IGBCE
- Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Direktorin des WSI, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung
- Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident Deutscher Naturschutzring, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung
- Prof. Dr. Philipp Staab, Professor Soziologie und Arbeit, Wirtschaft und technologischen Wandel, Humboldt-Universität Berlin
- 13:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Dr. Julia Kropf, freie Moderatorin
