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„Biotech-Konferenz“ – Entwicklungstrends und Rahmenbedingungen für die Pharmaindustrie in Deutschland

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Die deutsche Pharma- und Biotech-Industrie ist ganz vorne dabei bei den aktuellsten Entwicklungen im Bereich der Forschung sowie der Herstellung von Produkten mit neuesten Technologien. Das zeigte sich aktuell bei der Impfstoffentwicklung, aber bereits Anfang 2020 rangierte Deutschland hier laut Bloomberg Ranking auf dem ersten Platz unter den innovativsten Ländern weltweit. Allerdings hat sich auch in der Corona-Pandemie gezeigt, dass der Abbau und die Verlagerung von Produktionskapazitäten kombiniert mit nicht ausreichend vorhandener politischer Steuerung(-sfähigkeit) ein Risiko darstellt, wie die kritischen Verzögerungen bei der Lieferung der Impfstoffe zeigt. Ein weiterer Aspekt ist, dass aufgrund des hohen Kostendrucks Entwicklungs- und  Produktionsprozesse in Länder mit geringerem Lohnniveau vergeben werden. So werden bestimmte Investitionen nicht am Forschungsstandort eingesetzt, sondern die Infrastrukturen für nachgelagerte Dienstleistungen in der Pharmaindustrie an anderen Orten innerhalb und außerhalb Europas aufgebaut.

Der Industriestandort Deutschland hat sich insgesamt in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen führenden Volkswirtschaften als sehr stabil erwiesen, mit einem vergleichsweise hohen Anteil an Wertschöpfung im Land und sicheren Arbeitsplätzen. Dies ist auch auf eine gute Sozialpartnerschaft zurückzuführen. Mit Blick auf die aktuellen und anstehenden Entwicklungstendenzen in der Pharmaindustrie organisiert die Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE in Zusammenarbeit mit dem Landesbezirk Nordost der IG BCE eine Biotech-Konferenz, um die aktuellen wirtschaftlichen, politischen und sozialpartnerschaftlichen Herausforderungen der Branche zu diskutieren.

Die Folgende Fragestellungen stehen im Fokus der Biotech-Konferenz:

  • Welche Entwicklungstendenzen sind in der Pharmaindustrie zu beobachten, sowohl mit Blick auf Unternehmensstrukturen und Wettbewerbsfähigkeit als auch auf Innovation und Arbeit?
  • Viele Pharmaunternehmen haben, neben der Nutzung vorhandener Infrastruktur, große Zuwendungen für alle Bereiche, von der Impfstoffentwicklung bis zum Aufbau von Produktionskapazitäten, von Seiten des Staates erhalten. Was kann man – über das Brennglas Corona-Impfstoffentwicklung – hinsichtlich der Bedeutung des Staates für die Innovationsfähigkeit lernen und daraus sinnvolle Maßnahmen ableiten?
  • Welchen standortstrategischen Beschlüssen stehen noch aus? Müssen beispielsweise Produktionskapazitäten in der Pharmaindustrie „zurückgeholt“ werden, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten?
  • Große Teile der Branche sind von relativ starker Mitbestimmung geprägt. Im Gegensatz dazu finden sich in der Startup-Szene kaum Mitbestimmungsstrukturen. Wie kann Sozialpartnerschaft in der Branche gestärkt werden, die gleichzeitig zu einer stärkeren Innovationslandschaft beiträgt?

Ablauf

13.00 Uhr
Einführung und Eröffnung

  • Kajsa Borgnäs (Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE)
  • Oliver Heinrich (Landesbezirksleiter, Landesbezirk Nordost der IG BCE)

13.10 Uhr
Neue Fragen und neuer Wettbewerb für die deutsche und europäische Pharmaindustrie

  • Michael Vassiliadis (IG BCE)

13.30 Uhr
Input: Die Pharmaindustrie im Wandel

  • N.N.

13.50 Uhr
Input:
Wettbewerbsfähigkeit und Industriepolitik aus Unternehmensperspektive

  • N.N.

14.10 Uhr
Moderierte Podiumsdiskussion

Was braucht es für Rahmenbedingungen für eine führende deutsche Pharmaindustrie im europäischen Wirtschaftsraum, Schwerpunkt nachhaltige Industriepolitik?

  • Michael Vassiliadis (einschließlich kurzen Input, ca. 10 Min)
  • Drei weitere Vertreter*innen aus Wirtschaft (Unternehmen, Start-up) und Politik

15.00 Uhr
Abschluss


Anmeldung zur Veranstaltung

Konferenz, um die aktuellen wirtschaftlichen, politischen und sozialpartnerschaftlichen Herausforderungen der Branche zu diskutieren

Bei dieser Veranstaltung werden Film- und/oder Fotoaufnahmen gemacht. Sie erklären hiermit Ihre Einwilligung in die Erstellung, Verarbeitung und Verwendung der Bild-, Video- und Tonaufnahmen für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. *


Datum/Zeit
18. Mai 2021
13:00 - 15:00 Uhr

Veranstaltungsort
Stiftung Arbeit und Unwelt der IG BCE (Online)

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AnsprechpartnerIn
Kontakt: Stephan Hoare
Telefon: +49 (0) 30 2787 1373
E-Mail: stephan.hoare@igbce.de

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