Fachtagung: Steigende Strom- und CO2-Kosten für die energieintensive Industrie in Deutschland? Modelle für einen zukunftsfesten Carbon-Leakage-Schutz

Stand heute wird Deutschland seine Klimaziele 2030 verfehlen. Damit nimmt der Wettstreit der Ideen in der Klimapolitik weiter an Fahrt auf. Die Notwendigkeit einer Politik mit dem Ziel einer langfristig treibhausgasneutralen Energieversorgung und industriellen Produktion ist in Deutschland weitgehend Konsens. Der Weg dorthin ist jedoch mit erheblichen Herausforderungen und Zielkonflikten verbunden.

Über die letzten Monate haben Akteure wie der BDI, VCI oder Agora Energiewende technologische und regulatorische Pfade zur Treibhausgasminderung in energieintensiven Branchen beschrieben. In der Debatte um den richtigen Pfad wird u.a. über eine nationale CO2-Steuer oder einen Mindestpreis im ETS-System diskutiert. Diese Maßnahmen würden ebenjene energieintensiven Industrien einschließen, die aufgrund des sich verändernden deutschen Stommixes ohnehin von höheren Stromkosten betroffen sein könnten. Gleichzeitig stehen viele der aktuellen Mechanismen zum Carbon Leakage-Schutz für die energieintensiven Branchen in den kommenden Jahren auf dem Prüfstand und müssen neu verhandelt werden.

In diesem Kontext lädt die Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE zur Fachtagung „Steigende Strom- und CO2-Kosten für die energieintensive Industrie in Deutschland? Modelle für einen zukunftsfesten Carbon Leakage-Schutz.“ am 18. Februar in Berlin ein.

Zusammen mit Akteure aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft diskutieren wir über möglichen Auswirkungen steigender CO2– und Stromkosten für die energieintensive Industrien sowie den Bedarf und die zukünftigen Anforderungen an einem effektiven Carbon Leakage-Schutz.

Der Fokus der Tagung liegt auf drei energieintensiven Industriezweigen: die Aluminium-, Chemie- und Kupferindustrien. Zur Einstimmung auf die Diskussion wird die Studie „Auswirkungen steigender CO2-Preise auf sechs energieintensiven Industrien sowie auf die deutsche Stromwirtschaft“ von der Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE und Schultz project consult vorgestellt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

AGENDA  

10.00 Uhr
Einlass / Registrierung


10.30 Uhr
Begrüßung / Einführung

  • Dr. Kajsa Borgnäs, Geschäftsführerin Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE

10.40 Uhr
Vorstellung Studie: Auswirkungen steigender CO2-Preise auf energieintensiven Industrien sowie auf die deutsche Stromwirtschaft

  • Reinhardt Schultz, MdB a.D., Leiter SCHULTZ project consult

11.15 Uhr
Carbon Leakage-Schutz: Neue Anforderungen und mögliche Modelle

  • Prof. Dr. Karsten Neuhoff, Leiter Abt. Klimapolitik, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

11.45 Uhr
Moderierte Diskussion


12.15 Uhr
Pause: Mittagessen


13.00 Uhr

Branchenperspektiven: Risiken und Anforderungen für ein Carbon Leakage-Schutz

  • Aluminiumindustrie: Volker Backs, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Hydro Aluminium
  • Chemieindustrie: Ulf Gerder, Senior Manager Governmental Relations, Wacker
  • Chemie Kupferindustrie: Ulf Gehrckens, Senior Vice President Corporate Energy & Climate Affairs, Aurubis

14.00 Uhr
Podiumsdiskussion: Ausgestaltung eines effektiven Carbon Leakage-Schutzes

  • Dr. Ralf Bartels, Abteilungsleiter Wirtschafts- & Nachhaltigkeitspolitik, IG BCE
  • Carolin Schenuit, Teamleiterin Markt- und Systemintegration von erneuerbaren Energien, Deutsche Energieagentur, DENA
  • Klaus Mindrup, MdB, Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, SPD-Bundestagsfraktion

Moderierte Diskussion


15.00 Uhr

Ende / Ausklang bei Kaffee und Kuchen


 

 Download der Agenda (PDF).

Anmeldung zur Veranstaltung

Buchungen sind für diese Veranstaltung nicht mehr möglich.

Datum/Zeit
18. Februar 2020
10:00 - 15:00 Uhr

Veranstaltungsort
Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE

Kategorien

AnsprechpartnerIn
Kontakt: Dr. Indira Dupuis
Telefon: +49 (0) 30 2787 1315
E-Mail: arbeit-umwelt@igbce.de

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