Internationale Perspektiven auf die Transformation der Arbeit

Eine Delegation aus sechs afrikanischen Expert:innen aus Gewerkschaften und der Klimabewegung, die auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen des Dialogprogramms „Labour Demands in Just Transition Debates in Africa and Europe“ durch Deutschland tourten, besuchten am 28. Januar die Stiftung. Dort tauschten sie sich mit unserer Kollegin Dr. Indira Dupuis über gesellschaftliche, arbeitsmarkt- und industriepolitische Dimensionen der sozial-ökologischen Transformation aus.
Die Teilnehmenden aus Ghana, Namibia und Südafrika vertraten die regionalen Organisationen IGB-Afrika, IndustriALL Sub-Sahara Afrika und das Climate Action Network Africa (CAN-Afrika). Das Gespräch fokussierte sich vor allen Dingen auf das deutsche System der dualen beruflichen Ausbildung, sowie auf bestehende Weiterbildungs- und Qualifizierungsinstrumente in den deutschen Industriebranchen. Diskutiert wurde, welche Voraussetzungen notwendig sind, um Beschäftigte frühzeitig auf sich wandelnde Arbeitsmärkte vorzubereiten und wie staatliche Akteure, Unternehmen und Gewerkschaften gemeinsam Verantwortung für Weiterbeschäftigung und Qualifizierungsangebote übernehmen können.
Auch gab es ein reges Interesse an der Arbeit der Stiftung. Der Besuch ermöglichte insgesamt einen intensiven Austausch über unterschiedliche nationale und regionale Zugänge zur fairen Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation aus Beschäftigtenperspektive sowie über gemeinsame Herausforderungen bei der Sicherung und Qualifizierung von Fachkräften. Der Austausch machte deutlich, dass der Blick über Länder- und Regionsgrenzen hinweg wichtige Impulse für das Verständnis von Transformationsprozessen und Entwicklung politischer Ideen zur Bewältigung der Herausforderungen in der Aus- und Weiterbildung liefern kann.

