Newsletter März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Transformation ist politisch beschlossen, ökonomisch wirksam und gesellschaftlich umkämpft. Gerade darin liegt in meinen Augen ihre demokratische Herausforderung: Zustimmung entsteht nicht allein durch ein gelungenes Storytelling, sondern vor allem dort, wo Wandel nachvollziehbar, sozial abgesichert und industriell tragfähig gestaltet wird.

Wie eng dies mit industrieller Substanz verbunden ist, zeigt auch unsere Kurzstudie zur Resilienz in Chemie, Pharma und Rohstoffgewinnung. Sie macht deutlich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen, strategische Kapazitäten und eine Politik sind, die Wertschöpfung in Europa sichert.

Mit unserem nächsten Online-Fachgespräch, dem Industrieecho, richten wir den Blick auf die Frage, warum das Vertrauen in die Transformation brüchiger wird. Dabei geht es nicht nur um politische Deutungen, sondern um die konkrete Erfahrung vieler Beschäftigter: Schafft der Wandel Perspektiven und Sicherheit – oder vor allem neue Unsicherheit? Neben Bettina Kohlrausch (Direktorin des WSI) und Kai Niebert (Deutscher Naturschutzring) wird auch Philipp Staab (Humbold Universität Berlin) unser Gast sein. Klingt spannend? Wir laden herzlich ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Apropos Philipp Staab: Der Literaturtipp zu seinem aktuellen Buch „Systemkrise“ erinnert daran, dass ökologische Modernisierung nur dann gesellschaftliche Zustimmung finden wird, wenn sie nicht als zusätzliche Belastung erlebt wird, sondern als gestaltbarer Weg in die Zukunft.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Herzlichst Ihr,

Andrea Arcais
Geschäftsführer Arbeit und Umwelt der IGBCE