20.02.2026

Studie: Strukturpolitik neu ausrichten

Klimaschutz, Digitalisierung, geopolitische Verschiebungen und demografischer Wandel verändern unsere Wirtschaftsstruktur – längst nicht nur in einzelnen „Problemregionen“. Auch industrielle Kernräume stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Studie „Strukturpolitik neu ausrichten – gerechte Transformation als Schlüssel zu gleichwertigen Lebensverhältnissen“ zeigt, dass herkömmliche Instrumente der Strukturpolitik an Wirkung verlieren. Denn Risiken zeigen sich heute früher – in der Qualität von Arbeit, in ökologischen Belastungen, in brüchiger sozialer Infrastruktur oder im schwindenden Vertrauen in politische Gestaltungskraft. Wo diese Dimensionen fehlen, wachsen Unsicherheit und Polarisierung – auch dort, wo die Wirtschaftsdaten noch gut aussehen. Wir brauchen eine Strukturpolitik, die nicht erst reagiert, wenn Arbeitslosenzahlen steigen, sondern gesellschaftliche Stabilität in Zeiten gleichzeitiger Dauerkrisen gewährleistet. Die Studie macht deutlich: Transformation passiert nicht automatisch. Sie braucht politische Gestaltung.

Abbildungen und Tabellen